Foto: Jens Tor Westen

Tonhalle: Abschied von Andrey Boreyko

Fünf Jahre lang prägte Generalmusikdirektor Andrey Boreyko das Schaffen der Düsseldorfer Sym‐
phoniker maßgeblich. Das Orchester verabschiedet ihn im letzten Sternzeichen der Saison am 27., 29.
und 30. Juni mit Musik aus seiner Heimat Russland. Auf Schostakowitschs Festouverture folgt dessen
vierte Symphonie, eines der kühnsten Werke der Neuzeit und eines der ersten Opfer des Stalinismus.
In Todesangst sagte der Komponist die Uraufführung ab – im selben Jahr diente sich Werner Egk in
unerhörter Kühnheit dem Faschismus an, dessen Olympische Festmusik ebenfalls auf dem Programm
des Abends steht. Es singt der Städtische Musikverein zu Düsseldorf.

 

Alle Konzerte der Düsseldorfer Symphoniker im Jahre 2014 werden dem Thema „Totalitarismus“
gewidmet sein. Dieses dunkle und bisher noch zu wenig aufgearbeitete Stück Vergangenheit rückt in
den Fokus ‐ und zwar nicht nur in Wort und Bild, sondern auch und besonders durch das eigentliche
Tun des Orchesters: durch Konzerte. Dabei werden „linientreue“ Werke, die das Orchester im Dritten
Reich uraufführte, solchen Werken gegenüber gestellt, die zur gleichen Zeit verboten waren. Ebenso
wird Musik namhafter Komponisten aus der klassisch‐romantischen Tradition gespielt, die von den
Nationalsozialisten missbraucht wurde. Mendelssohn, Schumann, Strauss, Egk, Graener, Hindemith
und Ullmann begegnen sich dann aus einer ganz eigenen Dramaturgie heraus. Karten kosten 15 bis
38 Euro, Schüler und Studenten bekommen ermäßigte Karten für 5 und 10 Euro.

 

Termine:
Freitag, 27. Juni 2014, 20:00 Uhr
Sonntag, 29. Juni 2014, 11:00 Uhr
Montag, 30. Juni 2014, 20:00 Uhr

 

Karten:
Vollzahler: Zwischen 15,- und 38,- €
Ermäßigt: 5,- (für Schüler), 10,- € (für Studenten)

 

Mehr Informationen:
tonhalle.de