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Foto: Maarten Takens

Medienhafen

Düsseldorf-Hafen ist ein durch Industrie, Logistik, Gewerbe und Büronutzung geprägter Stadtteil Düsseldorfs mit lediglich 129 Einwohnern, was auf einer Gesamtfläche von 3,85 km² einer Einwohnerdichte von 34 Einwohner/km² entspricht; somit ist er der am dünnsten besiedelte der 49 Stadtteile Düsseldorfs. Einen Großteil der Fläche belegt der 1896 eröffnete Düsseldorfer Wirtschaftshafen in Anspruch; er ist der drittgrößte Binnenhafens in der Bundesrepublik Deutschland und ein Teil der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG. Der Stadtteil Hafen gehört zum Stadtbezirk 03.

Lange Zeit wurde der Hafen als Stadtteil nicht wahrgenommen, da dieser Bereich ein großes (zum Teil auch abgesperrtes) Industrieareal war. Die seit den 1990er Jahren einsetzende Umwidmung der direkt an Unterbilk grenzenden Teile des Hafengebietes zum so genannten „Medienhafen“ und die darauf folgende Neubebauung mit (zum Teil architektonisch gewagten) Gebäuden brachten das Gebiet ins öffentliche Bewusstsein.

In diesem Bereich haben sich zahlreiche Unternehmen aus der Medien- und Werbebranche angesiedelt, ebenso Mode- und Designerbetriebe mit großflächigen Ausstellungsräumen. Ein Multiplex-Kino, zahlreiche Restaurants, eine Großraumdiskothek sowie Clubs und Lounges sorgen zudem für ein reges Nachtleben.

Entwicklung des Medienhafens seit etwa 1990

Anfangs siedelten sich zum Beispiel Antenne Düsseldorf, die Film- und Medienstiftung NRW und weitere Unternehmen an, die mehr oder weniger zur Medienwirtschaft zählten. Diese Branche boomte zu Beginn der 1990er Jahre aufgrund der Privatisierung von Rundfunk und Fernsehen und wurde aktiv durch die damalige NRW-Landesregierung (Ministerpräsident: Johannes Rau) gefördert. Der 1998/1999 fertiggestellte Gebäudekomplex „Der Neue Zollhof“ des Architekten Frank Gehry wurde zum Aushängeschild des neuen Standortes. Schon bald wurde klar, dass die angebotene Bürofläche zu groß war, um ausschließlich durch Medienunternehmen genutzt zu werden. Das Gebiet wurde auch für Unternehmensberatungen, Immobilienmakler und Modeunternehmen interessant. Heute (20xx) siedeln rund 600 Firmen mit 7600 Beschäftigten im Medienhafen. Mit rund 16 % der vermieteten Flächen stellen Anwalts- und Beratungsfirmen die meisten Nutzer. Medienunternehmen machen 9 % der Nutzer aus. In den letzten zwei Jahren (?) haben sich vor allem auch Unternehmen aus der Modebranche mit Vertriebszentralen und Ausstellungsräumen angesiedelt, darunter Pepe Jeans London, Tommy Hilfiger, die Sixty-Gruppe, Hugo Boss, Tod’s oder Guess. Rund 40 gastronomische Einrichtungen, Clubs, Lounges sowie eine große Diskothek machen den Medienhafen auch abends zu einem lebendigen Viertel und einer Freizeitalternative zur Altstadt.

Die dritte Entwicklungsstufe sieht auch eine hochwertige Wohnbebauung vor. Aufgrund der Nähe zu den Industriebetrieben im Hafen ist dies (Stand 20xx) umstritten.

Im Norden (etwa beim Rheinturm) geht der Medienhafen fließend in das Regierungsviertel über, das parallel zum Projekt Medienhafen entwickelt wurde.

Sehenswürdigkeiten und Freizeit

  • Gebäude des Landtags Nordrhein-Westfalen
  • Fernmeldeturm „Rheinturm“ (neben dem neuen Landesparlament) mit einer Gesamthöhe von 240,5 m, einem Drehrestaurant in 172 m Höhe, das sich einmal die Stunde um sich selbst dreht. Eine 160 m hohe Dezimaluhr zeigt in Richtung Altstadt die Zeit im Sekundentakt.
  • WDR Studio Düsseldorf
  • Neuer Zollhof von Frank Gehry an der Stromstraße
  • Colorium, ein 17-geschossiges Hochhaus an der Speditionstraße
  • Düsseldorf Office Center Kaistraße (DOCK), eröffnet am 27. November 2002
  • Port Event Center, eröffnet am 27. November 2002
  • Haus der Architekten, eröffnet am 8. Januar 2003
  • Grand Bateau
  • Capricorn-Haus
  • SIGN!
  • Das Roggendorf-Haus mit den am 9. März 2002 angebrachten „Flossis“ der Künstlerin rosalie
  • Die beiden Türme der Hafenspitze mit der Brücke über den Medienhafen