Foto: Hans-Jürgen Wiese

Hofgarten

Der Hofgarten ist der zentrale Park in Düsseldorf. Er liegt in der Innenstadt in den Stadtteilen Stadtmitte und Pempelfort und hat eine Gesamtfläche von 27,73 ha, davon sind 13 ha Wiesenflächen. Die Parkfläche erstreckt sich von der Jacobistraße mit Schloss Jägerhof und dem angrenzenden Malkasten-Gelände bis zur Heinrich-Heine-Allee an der Altstadt und von der Königsallee bis zum Ehrenhof am Rheinufer. Zahlreiche historische Denkmäler und moderne Skulpturen beleben den Park, der gestalterisch den Übergang vom barocken Gartenstil zum Englischen Landschaftsgarten markiert. Der älteste Teil des öffentlichen Hofgartens wurde bereits 1769 angelegt. Damit ist der Düsseldorfer Hofgarten Deutschlands erster und ältester Volksgarten.

Geschichte und Gestaltung

Die Geschichte des Hofgartens reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Der damalige auswendige, das heißt außerhalb der Stadtmauern liegende, fürstliche Hofgarten wurde im 18. Jahrhundert zur öffentlichen Promenade, dem alten Hofgarten, umgestaltet und erhielt Anfang des 19. Jahrhunderts durch Maximilian Friedrich Weyhe als neuer Hofgarten seine im Wesentlichen bis heute erhaltene Form. Im 20. Jahrhundert, vor allem nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, wurden durch städtebauliche Maßnahmen letztmals größere Veränderungen am Gartengelände vorgenommen.

Denkmäler und Kunstobjekte

Auch als Raum für Denkmäler und Kunstobjekte ist der Hofgarten von herausragender Bedeutung, zahlreiche Objekte von bekannten Künstlern tragen zur Gestaltung verschiedener Parkbereiche bei:

  • Harmonie von Aristide Maillol auf dem Napoleonsberg
  • Two Piece Reclining Figure von Henry Moore hinter dem Opernhaus
  • Gründgens-Denkmal von Peter Rübsam im Goltsteinparterre hinter dem Schauspielhaus
  • Der Mahner von Wadim Sidur auf dem Ananasberg
  • Schumann-Denkmal von Klaus Hartung am Opernhaus
  • Grabbe-Denkmal von Walter Steufen, Kurt Räder und Bernd Bodechtel am Opernhaus
  • Louise-Dumont-Gedenkstätte von Ernesto de Fiori am Hofgärtnerhaus
  • Grasendes Fohlen von Renée Sintenis an der Seufzerallee entlang der Düssel
  • Marmorbank mit Katzen von Peter Behrens im Goltsteinparterre hinter dem Schauspielhaus
  • Röhrender Hirsch von Josef Pallenberg unweit der Kaiserstraße
  • Ehrenmal des I. Westfälischen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 7 von Rudolf Zieseniss im Buchenwäldchen unweit der Maximilian-Weyhe-Allee
  • Märchenbrunnen von Max Blondat am Ananasberg
  • Immermann-Denkmal von Clemens Buscher am Goltsteinparterre
  • Jröne Jong oder Ungebetener Gast von Joseph Hammerschmidt im Runden Weiher
  • Kopien von Vasen des Schlossparks von Versailles von Joseph Hammerschmidt zwischen Düssel und Goltsteinstraße
  • Kriegerdenkmal 1870/71 von Carl Hilgers an der Landskrone
  • Peter-von-Cornelius-Denkmal von Adolf von Donndorf am Steigenberger Parkhotel
  • Stephanienbüste von Julius Bayerle an der Reitallee
  • Maximilian-Weyhe-Denkmal von Carl Hoffmann unweit der Reitallee
  • Lichtsäulen von reinflügel Baukunst/Detlef Tanz am Ostende der Reitallee
  • Leuchtbänke UV-A UV-B von Stefan Sous an der Reitallee
  • Gewächshaus Asphalt-Grün von Marcus Jansen in der Weyhe-Passage
  • Landschaftssituation strg c / strg v (Weg, Laterne, Gartenbank) von Anja Vormann und Gunnar Friel an der Wiese südlich des Napoleonbergs
  • Gewächshaus Vivarium von Mark Dion im Buchenwäldchen unweit der Maximilian-Weyhe-Allee
  • Bronzeskulpturengruppe Las Meninas von Manolo Valdés unweit der Jacobistraße