Fridays for Future Demo in Düsseldorf

Es war ein Großaufgebot am vergangenen Freitag: Die Fridays for Future Demonstration in Düsseldorf kann in den Augen der Veranstalter sicherlich als Erfolg gesehen werden. Deutlich mehr Anhänger als zunächst angenommen fanden sich im Laufe des Tages in der Landeshauptstadt ein, um geschlossen gegen Tatenlosigkeit im Kampf gegen den Klimawandel zu demonstrieren. 4 000 Teilnehmer waren angemeldet, an die 20 000 sollen es letztendlich gewesen sein. Starke Zahlen für eine große Sache.

 

Um kurz nach 12 Uhr ging es offiziell los und der Zug bahnte sich seinen Weg über die Schadowstraße. Bereits seit 8 Uhr morgens sammelten sich die ersten Menschen auf dem Corneliusplatz, um pünktlich mitlaufen zu können. Selbst gebastelte Schilder, verschiedene Musikgruppen und immer wieder aufwallende Sprechchöre forderten neben Aufmerksamkeit vor allem Taten und Veränderung. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ lautete einer der Reime, der immer wieder angestimmt wurde. Einhaltung des Pariser Abkommens und Schutz unserer Umwelt standen auf der Agenda und spornten die Teilnehmer sichtlich an, die voller Energie durch die Straßen zogen.

 

Foto: Martin Gerten

 

An der Kreuzung Immermann- und Oststraße angelangt, teilte sich der Zug entzwei. Die eine Hälfte bewegte sich in Richtung Hauptbahnhof und blieb von dort an eher still. Sie symbolisierte eine Zukunft, in der die Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Zu diesem Zweck wurde ein sogenannter „Die-In“ durchgeführt: Dabei legten sich alle Teilnehmer wie tot zu Boden, um auf die Lebensbedrohlichkeit der Lage aufmerksam zu machen. Dem gegenüber stand die Zughälfte „Tanzen“ für mehr Hoffnung und die Umsetzung der „Fridays for Future“ Forderungen.

 

Auf der Berliner Allee wurde schließlich das vom zeitgleich tagenden Klimakabinett festgesetzte Klimapaket und dessen CO2-Preise bekanntgegeben. Ergebnisse, von denen sich Demonstranten und Veranstalter enttäuscht zeigten. Nach einigen Buhrufen und Pfiffen trafen sich die beiden Zughälften aber friedlich am Graf-Adolf-Platz wieder, um geschlossen zum Landtag zu ziehen. Verdi-Chef Frank Bsirske bestärkte die Teilnehmer im Aktiv-Werden für’s Klima und forderte die Mobilitätswende so schnell wie möglich. Auch Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel war unter den Demonstranten und unterstützte die Bewegung.

 

 

Im Überblick:

  • Der 20.09. war der dritte globale Klimastreiktag
  • 575+ deutsche Städte beteiligt
  • 20 000 Demonstranten allein in Düsseldorf
  • Anstehende Aktion: Earth Strike am 27.09.
  • Weitere Infos hier