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Düsseldorfs neuer Hauptbahnhof?

Was stört Sie am Düsseldorfer Hauptbahnhof? Die Hektik? Die Optik? Oder gar der Geruch? Bei einer Informationsveranstaltung mit anschließendem Workshop gingen Stadt und Bahn am Freitag und Samstag auf die Kritik, Wünsche und Vorstellungen der Düsseldorfer ein. Insbesondere das Konzept eines vertikalen Gartens an der Außenfassade kam bei den Besuchern gut an.

 

Zufrieden ist wohl kein Düsseldorfer mit der derzeitigen Situation des gesamten Bahnhofsareals: zu wenig Platz, unangenehme Gerüche und optisch alles andere als einladend. Darüber, dass sich etwas ändern muss, sind sich Stadt und Bahn längst einig. Nur wie der Konrad-Adenauer-Platz letztendlich aussehen könnte, das steht noch in den Sternen. Die Veranstaltung am Wochenende war die Gelegenheit, bevor es überhaupt mit der Planung los geht die Wünsche der Bürger anzuhören.

 

So sieht der Hauptbahnhof heute aus. Foto: Teomedia

Eine Idee stach dabei deutlich heraus, schließlich stand hinter ihr bereits ein durchdachtes Konzept. Unter dem Arbeitstitel „Green Hauptbahnhof“ stellte der Düsseldorfer Mateo Skendo seine Vision von einer begrünten Außenfassade vor und rollte dabei gleich drei DIN-A1-Drucke auf dem Boden des gut besuchten Centrals aus. Die Idee: Statt einen kostenschweren Umbau der Fassade zu stemmen, könnten Stadt und Bahn das Gebäude durch vertikale Gärten verkleiden. „Ein bewährtes Konzept“, betont Skendo. „Zahlreiche Metropolen wie London, Madrid oder Singapur setzen bereits mit Erfolg auf ähnliche Methoden bei neuen Bauprojekten.“
Tatsächlich sähe ein grüner Hauptbahnhof nicht nur gut aus, sondern böte auch viele weitere Vorteile: Die Pflanzen- und Mooswände würden die CO2-Bilanz verbessern, Feinstaub filtern, Lebensräume schaffen und erheblich zum positiven Image der Stadt beitragen.

 

 

So könnte der Hauptbahnhof bald aussehen. Foto: Teomedia

Bei den Besuchern des Workshops fand das Konzept großen Anklang und stieß auf viel Zustimmung. Die weiteren Anregungen der Besucher, den Vorplatz einladender, freundlicher und ordentlicher zu gestalten, gingen damit Hand in Hand. Vorerst wird die Idee von Mateo Skendo jedoch nur als ebensolche behandelt: als Idee. Gemeinsam mit allen weiteren Vorschlägen für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wird der „Green Hauptbahnhof“ in den nächsten Wochen von einem externen Büro ausgewertet.
Im Sommer sollen die Vorschläge dann in die Wettbewerbsauslobung für die Planerteams einfließen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt den Mut beweist, die Wünsche der Bürger ernst zu nehmen. Vielleicht wird dann das Stadtbild tatsächlich ein ganzes Stück grüner.

 

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Mehr Informationen zum „Green Hauptbahnhof“ gibt es auf: www.greenhbf.de

 

Vorschläge und Ideen zur Neugestaltung können hier eingereicht werden.