Foto: Bertram Schramm

4000 Düsseldorfer Gaslaternen sollen bleiben

In der Debatte um die Düsseldorfer Gasleuchten hat die Stadtverwaltung einen Kompromiss vorgeschlagen. So sollen 4.000 historische Gaslaternen erhalten bleiben, während die rund 12.000 anderen durch eine fortschrittliche LED-Beleuchtung ersetzt werden.

 

Verkehrsdezernent Stephan Keller präsentierte den Vorschlag am Mittwoch einer Arbeitsgruppe im Düsseldorfer Rathaus, er hält den Erhalt von 4000 Laternen „für stemmbar“. Die Stadt beklagt, dass der Betrieb der historischen Straßenleuchten immer aufwendiger und teurer wird, unter anderem da bei der Bestellung von Ersatzteilen Probleme anfallen und die rechtlichen Anforderungen für Gaslaternen in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen sind. Laut Keller sei ein Erhalt aller Gaslaternen praktisch unmöglich.

 

Die 4000 verbleibenden Laternen sollen laut der Arbeitsgruppe an besonderen Punkten im Stadtgebiet stehen, wie zum Beispiel im Hofgarten. In der Folge des Pfingstorkans „Ela“ wurden die Gasleuchten dort abgebaut, wann diese wieder aufgebaut werden sollen ist noch nicht bekannt.

 

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Ratsherr Rainer Matheisen hat Ende März eine Online-Petition ins Leben gerufen, die sich für den kompletten Erhalt aller verbleibenden Gaslaternen stark macht. Bisher fanden sich über 2.000 Unterstützer. In der Petition wird bemängelt, dass Fachleute eine Umrüstung auf LED-Technik mit 150 Millionen Euro Kosten verbunden sehen, während sich die Düsseldorfer Gasbeleuchtung in einem einwandfreien technischen Zustand befinden soll und ein Erhalt somit problemlos möglich sei.

 

Eine Umrüstung soll nach den Plänen des Gremiums erst erfolgen, wenn die Laternen aufgrund einer unwirtschaftlichen Reperatur abgebaut werden müssten. So könnte uns das Gaslicht in Düsseldorf zumindest auf Zeit erhalten bleiben.